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Unsere Freude-Projekte

 

Liebe Mitglieder*innen, Freundinnen, Freunde und Förderer von „Kompetenz gegen Brustkrebs“!

 

Dieser Tage saß ich auf der Bank vor unserem Haus und war einmal mehr von den blühenden Tulpen, die mich umgaben fasziniert. Diese Formen- und Farbenpracht ist jedes Jahr aufs Neue ein Augenschmaus. Das Morgenlicht fiel so wunderschön auf die noch geschlossenen Blütenkelche, dass es für diese Woche kein anderes Thema geben konnte als Tulpen.

 

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Die Garten-Tulpe kam Mitte des 16. Jahrhunderts aus der Türkei nach West- und Mitteleuropa. Die erste Beschreibung, aus dem Jahr 1554, stammt von Ghislain de Busbecq, dem Botschafter der Habsburger am Hof Süleyman des Ersten, der die Tulpen in seinen „Türkischen Briefen“ beschrieb. Er gab den Namen „Tulipan“ (türkisch tülband = Turbanband) an, was allerdings nur die Form benennt, die Pflanze selbst heißt im Türkischen und Persischen „lalé. Busbecq, der auch Botaniker war, hat wahrscheinlich neben anderen Samen und Blumenzwiebeln, auch Tulpenzwiebeln nach Wien geschickt und so konnte sich bereits Mitte des 16. Jahrhunderts so mancher Fürst mit Tulpen seine Gärten schmücken und sich selbst daran erfreuen.

 

Die Tulpen wurden nun rege getauscht und verbreiteten sich in ganz Europa. Und dann war es irgendwann mit dem Tauschen vorbei und Holland entwickelte sich zum Zentrum der Tulpenzucht und brachte eine große Menge neuer, nun wertvoller Sorten hervor, darunter auch solche mit geflammten Blüten, was durch eine Viruserkrankung bedingt war (wozu Viren doch gut sein können...). Tulpen wurden zu Spekulations-objekten und es entstand die sogenannte „Tulpenmanie“, die 1637 nach einem Börsenkrach endete und endlich die Tulpen mit der Zeit für alle erschwinglich werden ließ. Im Hungerwinter 1945 dienten die Tulpenzwiebeln den Niederländern sogar als Ersatznahrungsmittel. Nun ist sie eine geliebte, verbreitete Zierpflanze und verkürzt uns als Strauß oder Zwiebel im Topf, das Warten auf den Frühling und verschönt uns diesen ungemein.

 

In der Kunst sind die Tulpen vor allem in der Malerei zu finden. Botanische Maler hielten in unzähligen Zeichnungen die Besonderheiten der schönen Tulpen fest. Leider darf man solche Gemälde nicht ohne Weiteres online zitieren, aber es gibt in der Badischen Landesbibliothek und dem Generallandesarchiv die vier von zwanzig verbliebenen „Karlsruher Tulpenbücher“ auch online zu sehen, die die Markgrafen von Baden- Durlach in Auftrag gaben. https://digital.blb-karlsruhe.de/doc/page/tulpe . Ein wahrer Augenschmaus, den ich Ihnen nur empfehlen kann.

 

Tulpen in Bad Rappenau...

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In Literatur und Kunst steht die Tulpe für die Vergänglichkeit, in der „Blumensprache“ dagegen für Liebe und Zuneigung. In der Musik kommt die Tulpe kaum vor. Immerhin wurde eine rot-orange Tulpensorte nach dem lettischen Dirigenten Mariss Janson benannt.

 

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Hier sehen Sie, anstatt der großen Kunst botanischer Maler, einige verfremdete Tulpenbilder aus dem heimischen Garten.

 

Und ein Gedicht habe ich auch gefunden. Es stammt vom Lyriker und Kinderbuchautor Josef Guggenmos.

 

Die Tulpe

Dunkel

war alles und Nacht.

In der Erde tief

die Zwiebel schlief,

die braune.

 

Was ist das für ein Gemunkel,

was ist das für ein Geraune,

dachte die Zwiebel,

plötzlich erwacht.

Was singen die Vögel da droben

und jauchzen und toben?

 

Von Neugier gepackt,

hat die Zwiebel einen langen Hals gemacht

und um sich geblickt

mit einem hübschen Tulpengesicht.

Da hat ihr der Frühling entgegengelacht.

Josef Guggenmos (1922-2003)

 

Das Allerbeste kommt jetzt aber zum Schluss:

Rudi Carell und Heintje sangen 1970 „Tulpen aus Amsterdam“ https://youtu.be/omcXy729SSU . Viel Spaß dabei!!!

 

Ich wünsche Ihnen eine blumenreiche Woche und Freude an den Wundern der Natur. Bleiben Sie fröhlich, gesund und gelassen und seien Sie in herzlicher Verbundenheit gegrüßt vom gesamten Vorstandsteam von „Kompetenz gegen Brustkrebs“.

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